Experimentelles

HiFU (Hoch Intensiv Fokussierter Ultraschall)

heißt eine der Behandlungsmethoden bei Prostatakrebs, die zur Zeit in den Medien als neue Hoffnung gegen die häufigste Krebserkrankung beim Mann diskutiert wird. Aber noch ist die Behandlungsmethode gegen bösartige Tumore in der Prostata nicht ausreichend erforscht und getestet. Weltweit wurden bisher nur sehr wenige Patienten mit Prostatakrebs mit dem HiFU-Verfahren behandelt. Darüber hianus gibt es zu wenige Erkenntnisse über Nebenwirkungen, die erst Jahre nach Abschluss der Behandlung auftreten können. Daten über Langzeitheilungraten liegen gar nicht vor und sind frühestens in 5 Jahren zu erwarten. Erst dann lassen sich Aussagen über die Langzeitheilungsraten und die langfristigen Nebenwirkungen von HIFU treffen.

Nachteil der HiFU-Behandlung:

Ultraschallwellen treffen mit hoher Energie auf die Prostata. Das Prostatagewebe wird von diesen Ultraschallwellen zerstört. Im Gegensatz zur gutartigen Vergrößerung entwickelt sich der Prostatakrebs aber in aller Regel im Bereich der so genannten Prostatakapsel, und somit in unmittelbarer Nähe des Enddarmes. Die HIFU-Behandlung bei Prostatakrebs birgt daher das Risiko einer Darmverletzung und Fistelbildung. Durch die starke Hitzewirkung auf das Organ wird in vielen Fällen auch die Potenz des Mannes negativ beeinflusst. Eine potenzerhaltende Teilbehandlung ist zwar möglich, allerdings wird dabei das Prostatagewebe nicht vollständig entfernt und somit ist auch die endgültige Beseitigung des Tumors nicht gewährleistet.

Außerdem können grössere Prostatavolumina gar nicht behandelt werden, da nicht ausreichend Energie in den inneren Zonen des Organs erreicht wird, so dass vor einer HIFU eine operative Verkleinerung (TURP) erforderlich wird. Hier kann dann endgültig nicht mehr von einem "minimalinvasiven Verfahren" gesprochen werden.