Afterloading

Die wirksamste und sinnvollste Behandlung bei fortgeschrittenem oder aggressivem Prostatakrebs stellt das Afterloading dar.
 
Bei der Afterloading-Therapie der Brachytherapie wird eine Hochdosisstrahlenquelle kurzzeitig in die Prostata eingebracht. Die bewährte Behandlungsmethode basiert auf einem ferngesteuerten "Nachladen" der Strahlenquelle aus Iridium in unter Ultraschallkontrolle eingesetzte Punktionsnadeln. An exakt berechneten Punkten wird der Strahler eine bestimmte Zeit fokussiert. So wird eine optimale Dosisverteilung erreicht. Diese Behandlung erfolgt je nach Befund 3 bis 4 Mal unter einer Kurznarkose jeweils im Abstand von 1 Woche.
 

Innere und äußere Bestrahlung - eine effektive Kombination

Das Afterloading wird meist mit einer äußeren Bestrahlung kombiniert. Die Dosis der äußeren Bestrahlung kann allerdings wegen der zusätzlichen und hochdosierten inneren Bestrahlung deutlich verringert werden. Komplikationen und Belastungen für den Patienten werden dadurch stark vermindert. Die kombinierte Afterloadingtherapie ist besonders effektiv bei lokal-fortgeschrittenen Prostatakarzinomen ohne Fernmetastasen.