Risiko für Harnwegsinfekte bei vergrößerter Prostata

Ständiges Wasserlassen, ein schwacher Harnstrahl und unangenehmes Nachtröpfeln - was für viele Männer zum Alptraum wird, ist meist auf eine gutartige Vergrößerung der Prostata zurückzuführen. Sie trifft fast jeden zweiten Mann über 50 und sogar jeden 80-Jährigen. Beim so genannten benignen Prostatasyndrom (BPS) wächst das Drüsenge-webe der Prostata in den Bereich der Harnröhre. Die Entleerung der Blase wird dadurch behindert und die Harnröhre zunehmend eingeengt, was wiederum zu Problemen beim Wasserlassen führt.

 

Ständiges Wasserlassen, ein schwacher Harnstrahl und unangenehmes Nachtröpfeln - was für viele Männer zum Alptraum wird, ist meist auf eine gutartige Vergrößerung der Prostata zurückzuführen. Sie trifft fast jeden zweiten Mann über 50 und sogar jeden 80-Jährigen. Beim so genannten benignen Prostatasyndrom (BPS) wächst das Drüsenge-webe der Prostata in den Bereich der Harnröhre. Die Entleerung der Blase wird dadurch behindert und die Harnröhre zunehmend eingeengt, was wiederum zu Problemen beim Wasserlassen führt.

„Wird die Blase nur unvollständig entleert, bilden sich Keime im Restharn, die wiederum schmerzhafte Entzündungen in Harnwegen und Blase hervorrufen können“, erklärt Dr. Neubauer. Den Beweis liefert eine aktuelle Studie, die auf dem diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) vorgestellt wurde: Je mehr Restharn in der Blase verbleibt, desto mehr Bakterien befinden sich im Urin der Männer. So konnte bei fast allen Studienteilnehmern mit einem durchschnittlichen Restharnvolumen von 115 ml ein Harnwegsinfekt nachgewiesen werden.

Wiederholte Harnwegsinfekte

 

„Sich wiederholende Harnwegsinfekte führen auf Dauer zu einer Schwächung des Immunsystems und müssen durch gehäufte Einnahme von Antibiotika behandelt werden“, erläutert der Kölner Urologe. Im schlimmsten Fall kann es im fortgeschrittenen Stadium der gutartigen Prostatavergrößerung zu einem völligen Verschluss der Harnröhre kommen. Der so genannte Harnverhalt, ist immer ein Notfall, der sofort behandelt werden muss, da sonst ein Harnrückstau in die Nieren mit nachfolgendem Nierenversagen auftreten kann. „Um den „worst case“ zu verhindern, sollte die gutartige Prostatavergrößerung rechtzeitig behandelt werden“, sagt Neubauer. Doch leider quälen sich viele Männer viel zu lange, bevor sie einen Urologen aufsuchen.

Als Therapie bieten sich mehrere Möglichkeiten an, die sich nach dem subjektiven Beschwerdebild des Patienten richten. Dr. Neubauer: „Vor allem bei frühen Stadien können Medikamente, die abschwellend und entspannend wirken, sehr gut helfen.“ Führt die Arznei nicht zum gewünschten Erfolg oder kommt es zu wiederholten Harnwegsinfekten oder Harnblutungen, ist in der Regel ein operativer Eingriff erforderlich.

Schonende Therapie mittels Laser

Weitaus schonender als die konventionelle Ausschälung (TURP) sind moderne Laserverfahren wie die Greenlight-Lasertherapie oder das Diodenlaser-Verfahren. Bei der Laser-Resektion wird das Prostatagewebe genau wie bei der Ausschälung ebenfalls durch die Harnröhre abgetragen. Anstelle des elektrischen Stroms wird jedoch überschüssiges Gewebe mittels Laserenergie verdampft. „Das hat den Vorteil, dass Nachblutungen fast gänzlich vermieden werden“, so Neubauer. „Nebenwirkungen wie Impotenz und Inkontinenz sind mit den Laserverfahren ebenfalls praktisch auszuschließen“. Hiervon profitieren vor allem Männer mit großer Prostata oder aber Männer, die durch die Einnahme gerinnungshemmender Medikamente einem erhöhten Operationsrisiko ausgesetzt sind. Ein weiterer Pluspunkt: Die Patienten können die Klinik in der Regel nach zwei bis drei Tagen wieder verlassen oder sogar ambulant behandelt werden.