Der Einsatz von HIFU und Kryotherapie ist derzeit nicht gerechtfertigt

HIFU (Hochintensiver Fokussierter Ultraschall), sowie die Kryotherapie sind keine adäquaten Behandlungsalternativen in der Therapie des lokal begrenzten Prosta-takarzinoms, heißt es in der neuen Prostatakarzinom–Leitlinie, die jüngst von der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) vorgestellt wurde. Bislang liegen keine Studiendaten vor, die den Einsatz der beiden Behandlungsmethoden rechtfertigen, so der Konsens der Experten.

 

 

HIFU (Hochintensiver Fokussierter Ultraschall), sowie die Kryotherapie sind keine adäquaten Behandlungsalternativen in der Therapie des lokal begrenzten Prosta-takarzinoms, heißt es in der neuen Prostatakarzinom–Leitlinie, die jüngst von der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) vorgestellt wurde. Bislang liegen keine Studiendaten vor, die den Einsatz der beiden Behandlungsmethoden rechtfertigen, so der Konsens der Experten.

Sowohl HIFU als auch Kryotherapie sind experimentelle Verfahren, die noch in der Erprobung sind. Insgesamt liegen bei beiden Methoden sehr wenige Publikationen und geringe Patientenzahlen vor. Während sich die längste Nachbeobachtungszeit bei der HIFU-Therapie über einen Zeitraum von nur 27 Monaten1 erstreckt, beläuft sich die Patientenzahl bei der Kryotherapie derzeit auf weniger als 100 Patienten pro Jahr. Die Datenlage lässt deshalb nicht zu, die Wirksamkeit und Sicherheit sowie die Heilungsraten der beiden Behandlungsmethoden sicher zu beurteilen, resümieren die Experten.

Literatur:

1Poissonnier L, Chapelon JY, Rouviere O, Curiel L, Bouvier R, Martin X, Dubernard
JM, Gelet A. Control of Prostate Cancer by Transrectal HIFU in 227 Patients. Eur Urol
2007;51(2):381-7.