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15 Jahre Westdeutsches Prostatazentrum

15 Jahre nach Gründung des Westdeutschen Prostatazentrums (WPZ) begrüßten die Urologen der KLINIK am RING den 20.000ten Patienten. Gleich zwei Jubiläen in einem Jahr, freuen sich Dr. Pedram Derakhshani und Dr. Stephan Neubauer vom WPZ. Als eines der fallstärksten Zentren Europas hat sich die interdisziplinäre Einrichtung auf die Behandlung von Prostataerkrankungen spezialisiert.

Schwerpunkte des Westdeutschen Prostatazentrums sind die Behandlung von Prostatakrebs und gutartiger Prostatavergrößerung mit modernen Operations- und Laserverfahren sowie innovativen Techniken der modernen Strahlentherapie. „Durch die Spezialisierung haben wir die Möglichkeit modernste Therapien mit einer großen Routine anzubieten“, sagt Dr. Pedram Derakhshani. Dabei ist es für das Ärzteteam besonders wichtig, den Patienten immer Blick zu behalten und seine Bedürfnisse ernst zu nehmen: „Wir nehmen uns für jeden Patienten viel Zeit, um mit ihm zusammen die für ihn optimale Therapie auszuwählen“, erklärt der Kölner Urologe.

Prostatakrebs punktgenau behandeln

Vor allem Männer, bei denen Prostatakrebs diagnostiziert wurde, stehen häufig vor der schwierigen Entscheidung die richtige Therapie zu wählen. Ist der Tumor auf die Prostata beschränkt, stehen mehrere Optionen zur Verfügung. Dabei legt das WPZ großen Wert auf Therapieformen, mit denen optimale Heilungsraten bei minimalen Nebenwirkungen erreicht werden können. Galt früher die radikale Entfernung der Prostata als favorisierte Lösung, um Prostatakrebs vollständig zu entfernen und die Lebenszeit zu verlängern, belegen Langzeitstudien für die moderne Strahlentherapie gleich gute oder bessere Heilungsraten bei deutlich geringeren Nebenwirkungen wie Inkontinenz und Impotenz.

Pioniere der Brachytherapie

Statt die gesamte Prostata in einer für den Patienten oft belastenden Operation zu entfernen, wird bei der Brachytherapie der Tumor gezielt von innen bestrahlt. Dazu bringt die Ärzte kleinste Strahlenquellen direkt in die Prostata ein. Der Tumor wird punktgenau bestrahlt ohne umliegende Strukturen wie Harnblase, Darm oder Schließmuskel zu schädigen. Bei Patienten, deren Tumor bereits weiter fortgeschritten ist, setzen die Kölner Spezialisten die sogenannte temporäre Brachytherapie (Afterloading-Verfahren) in Kombination mit einer äußeren Bestrahlung ein. Als Pioniere der Brachytherapie in Deutschland hat das interdisziplinäre Expertenteam insgesamt über 7.000 Behandlungen durchgeführt und verfügt über Verlaufsdaten von 17 Jahren.

Modernste Lasertechnologie bei gutartiger Prostatavergrößerung

Bei der Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung setzt das WPZ auf hochmoderne Lasertechnologie (Greenlight-Laser, Diodenlaser). Mittels Laserenergie wird überschüssiges Gewebe schonend verdampft, Blutungen fast gänzlich vermieden und die Heilungsdauer deutlich verkürzt. Hiervon profitieren vor allem Männer mit einer großen Prostata sowie Männer, die durch die Einnahme gerinnungshemmender Medikamente einem erhöhten Blutungsrisiko ausgesetzt sind.

Internationaler Forschungsverbund

Von Köln in die Welt - So hat das WPZ 2008 gemeinsam mit dem New York Prostate Institute die International Prostate Cancer Group ins Leben gerufen. Der Zusammenschluss von Prostatakrebs-Spezialisten aus Deutschland und den USA hat zum Ziel durch wissenschaftliche Zusammenarbeit, Informationsaustausch und Patientenberatung die Qualität der Prostatakrebsbehandlung zu optimieren. „Unser Anliegen ist es, neue medizinische Erkenntnisse zeitnah in die Praxis umzusetzen“, betont Dr. Stephan Neubauer, Gründunger des Forschungsverbundes und Urologe im WPZ. So ist es nicht verwunderlich, dass auch immer mehr Menschen aus Europa oder Übersee den Weg ins Westdeutsche Prostatazentrum suchen. Denn die hohe Spezialisierung und langjährige Erfahrung des konstanten Ärzteteams sowie der Einsatz modernster Medizintechnik ermöglichen Qualität auf höchstem Niveau.

 

Prostata-OP: Mehr Nebenwirkungen aber kein Überlebensvorteil

Ob Strahlentherapie, Operation oder aktive Überwachung (Active Surveillance) -In den ersten zehn Jahren bleibt das krankheitsfreie Überleben unabhängig von der Art der Behandlung des lokalisierten Prostatakarzinoms. Dies zeigt eine aktuelle britische Studie, die jüngst im renommierten New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde1. Während die Effektivität von Operation und Strahlentherapie vergleichbar ist, gibt es jedoch hinsichtlich der Komplikationen große Unterschiede zugunsten der Strahlentherapie.

Mehr als 60.000 Männer werden in Deutschland jedes Jahr mit der Diagnose Prostatakrebs konfrontiert und stehen vor der schwierigen Aufgabe die „richtige“ Behandlung zu wählen. Ist der Tumor auf die Prostata beschränkt (lokalisiertes Prostatakarzinom) stehen dem Betroffenen mit der Brachytherapie (inneren Bestrahlung), äußeren Bestrahlung und Operation mehrere etablierte Therapiemethoden zur Verfügung. Eine weitere Möglichkeit besteht außerdem darin, Tumore mit einem geringen Risiko engmaschig zu überwachen (Active Surveillance) und erst bei Fortschreiten der Erkrankung eine Behandlung zu initiieren. Doch welches Verfahren ist für den Einzelnen am besten geeignet?

Langzeitvergleich zwischen Bestrahlung, OP und aktiver Überwachung
„Noch immer wird den Patienten suggeriert, dass die radikale Prostatektomie die einzige Möglichkeit ist, den Krebs zu heilen“, sagt Dr. Stephan Neubauer vom Westdeutschen Prostatazentrum in Köln. Dass dies eindeutig falsch ist, zeigt erneut eine groß angelegte Studie aus Großbritannien, die jüngst im New England Journal of Medicine publiziert wurde. Die so genannte ProtecT-Studie (Prostate Testing for Cancer and Treatment) ermöglicht erstmals einen direkten Langzeitvergleich zwischen der Bestrahlung des Tumors und der operativen Entfernung der Prostata.

Dazu untersuchten Wissenschaftler der Universität Oxford und Bristol insgesamt 1643 Patienten mit einem lokalisierten Prostatakarzinom, die unter Verwendung eines Zufallsmechanismus entweder der radikalen Prostatektomie, der äußeren Strahlentherapie oder einer aktiven Überwachung zugeordnet wurden über einen Zeitraum von 10 Jahren. Bei der aktiven Überwachung wurden die PSA-Werte im ersten Jahr alle drei Monate, im Anschluss alle sechs bis zwölf Monate kontrolliert, um bei einem Anstieg um mehr als 50 Prozent gegebenenfalls eine Therapie einzuleiten.

Mortalitätsrisiko und Fortschreiten der Erkrankung
Wie die britischen Wissenschaftler zeigen konnten, ist die Überlebenswahr-scheinlichkeit bei einem lokalisierten Prostatakarzinom mit 99 Prozent sehr hoch, unabhängig davon welche der drei Behandlungsarten eingesetzt wurden. So sind in den ersten zehn Jahren nur 17 der 1643 Patienten am Prostatakrebs gestorben: Darunter waren acht aus der Gruppe mit aktiver Überwachung, fünf aus der Gruppe mit radikaler Prostatektomie und vier Patienten, die eine Be-strahlung erhalten haben. „ Selbst vor dem Hintergrund, dass die die strahlentherapeutischen Verfahren die in der Studie eingesetzt wurden, heute nicht mehr dem aktuellen wissenschaftlichen Stand entsprechen, ergibt sich keinerlei Überlebensvorteil für die Operation“, betont Dr. Neubauer aus Köln.

Auch hinsichtlich des Fortschreitens des Tumors (u.a. Bildung von Metastasen, Notwendigkeit einer zusätzlichen Hormontherapie) wurden zwischen OP und Bestrahlung nach 10 Jahren keine Unterschiede festgestellt. Anders bei der aktiven Überwachung: Hier zeigten mehr als doppelt so viele Männer (112 geg. 46) klinische Anzeichen eines Fortschreitens der Erkrankung. Allerdings dürften die meisten Männer in der Gruppe mit aktiver Überwachung sterben, bevor ihr Tumor sich weiter ausbreitet und Absiedelungen in anderen Organen bildet “, betont der Kölner Urologe. Dennoch sollte die aktive Überwachung nur bei Niedrig-Risiko-Tumoren in Erwägung gezogen werden.“

Sexualfunktion und Fähigkeit Urin zu halten nach OP deutlich eingeschränkt
Während die Überlebenswahrscheinlichkeit von OP und Strahlentherapie nahezu gleich ist, gibt es jedoch hinsichtlich der Komplikationen große Unterschiede, wie eine weitere Arbeitsgruppe der Universität Bristol belegen konnte. Patienten aus der ProtecT-Studie wurden dafür über 5 Jahre hinsichtlich auftretender Nebenwirkungen und Komplikationen befragt. Danach hat die Radikal-OP schwerwiegende Auswirkungen auf die Harnwegs- und Sexualfunktion. So waren nach sechs Jahren noch immer 17 Prozent der operierten Patienten auf Einlagen angewiesen und nur 4 Prozent, die eine Strahlentherapie erhalten hatten. Auch die Auswirkungen auf die Sexualfunktion der Männer waren nach der Operation am größten. Hatten vor Beginn der Studie noch 67 Prozent eine Erektion, die sie zum Geschlechtsakt befähigte, waren es nach sechs Jahren nur noch 12 Prozent gegenüber 22 Prozent nach Bestrahlung und 52 Prozent nach aktiver Überwachung. „Auch hier ist zu bedenken, dass sich die Inkontinenzrate aufgrund moderner strahlentherapeutischer Verfahren wie der Brachytherapie gegen Null bewegt und auch die Sexualfunktion heute deutlich bessere Ergebnisse erzielt“ , so Neubauer.

Fazit
„Galt früher die radikale Entfernung der Prostata als favorisierte Lösung, um das Karzinom vollständig zu entfernen und die Lebenszeit zu verlängern, bietet die moderne Strahlentherapie nicht nur gleiche und bei fortgeschrittenen Tumoren zum Teil sogar bessere Heilungsraten, sondern auch deutlich geringere Nebenwirkungen wie Inkontinenz und Impotenz3“, resümiert Dr. Neubauer.

Literatur:

1Hamdy FC, Donovan JL, Lane JA et al.: 10-Year Outcomes after Monitoring, Surgery, or Radiotherapy for Localized Prostate Cancer. ProtecT Study Group. N Engl J Med. 2016 Sep 14.

2Donovan JL, Hamdy FC, Lane JA, et al.: Patient-Reported Outcomes after Monitoring, Surgery, or Radiotherapy for Prostate Cancer.; ProtecT Study Group. N Engl J Med. 2016 Sep 14.

3Grimm P, Ignace Billiet I, Bostwick D et al. Comparative analysis of prostate-specific antigen free survival outcomes for patients with low, intermediate and high risk pros-tate cancer treatment by radical therapy. Results from the Prostate Cancer Results Study Group. BJUI 109, Suppl. 1, 22-29, 2012

   

Zehn Irrtümer über die Behandlung von Prostatakrebs

Operation, Bestrahlung oder nur abwarten? Bei kaum einer Krebsart gibt es so viele Missverständnisse, Vorurteile und Fehlinformationen wie bei der Therapie des Prostatakarzinoms. Vor allem über die Strahlenbehandlung bei Prostatakrebs kursieren zahlreiche falsche Behauptungen. Die Folge sind zutiefst verunsicherte Männer auf der Suche nach der für sie besten Therapie. Mit den „10 Irrtümern über die Behandlung von Prostatakrebs“ möchte das Westdeutsche Prostatazentrum Wissensdefizite ausräumen und zu einer besseren Aufklärung der Männer beitragen.

Irrtum Nr. 1: Die beste Therapie bei Prostatakrebs ist die Operation

Noch immer wird den Patienten suggeriert, dass die radikale Prostatektomie die einzige Möglichkeit ist, den Krebs zu heilen. Das ist eindeutig falsch. Im Gegenteil: Galt früher die radikale Entfernung der Prostata als favorisierte Lösung, um das Karzinom vollständig zu entfernen und die Lebenszeit zu verlängern, zeigen heute aktuelle Langzeitstudienandere Wege auf: Sie belegen für die moderne Strahlentherapie nicht nur zum Teil bessere Heilungsraten, sondern auch deutlich geringere Nebenwirkungen wie Inkontinenz und Impotenz1.

Irrtum Nr. 2: Nach der Operation ist der Tumor weg

Bei rund einem Drittel aller Patienten kommt es nach einer gewissen Zeit zu einem Wiederauftreten der Erkrankung, einem so genannten Rezidiv. Das Risiko ein Rezidiv zu entwickeln, hängt davon ab, mit welcher Wahrscheinlichkeit einzelne Tumorzellen zum Zeitpunkt der Diagnose die Prostata bereits verlassen haben könnten. Deshalb müsste die Aussage richtig heißen: Nach der Operation ist der Tumor weg, wenn es nicht außerhalb der Prostata schon Tumorabsiedlungen gibt. Der Behandlungserfolg und damit auch die Aussicht auf Heilung ist somit unmittelbar von der Wahrscheinlichkeit abhängig, ob bereits Metastasen vorliegen.

Irrtum Nr. 3: Ist der Prostatakrebs fortgeschritten, bietet die OP die besten Heilungschancen

Ein fataler Irrtum, dem viele Männer Glauben schenken. Zahlreiche Studien belegen, dass die Operation gerade bei fortgeschritteneren Tumoren keine gute Wahl ist. Der Grund: Wird operiert, kann es sein, dass sich Ausläufer des Tumors außerhalb des Schnittrandes befinden und nach der OP erneut wachsen. Deshalb eignen sich hier vielmehr organüberschreitende Behandlungen wie die innere Bestrahlung (Brachytherapie). Der Vorteil gegenüber der OP: Auch die Randbereiche der Prostata werden in die Bestrahlung einbezogen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Tumor erneut in der Prostata (Lokalrezidiv) auftritt, ist daher nach Brachytherapie geringer als nach einer radikalen OP1.

Irrtum Nr. 4 : Nach der Diagnose sollte die Therapie schnell beginnen

Prostatakrebs ist in aller Regel ein langsam wachsender Krebs. Deshalb sollten sich Männer, bei denen gerade ein Tumor diagnostiziert wurde genügend Zeit nehmen, um gemeinsam mit dem behandelnden Arzt eine für sie stimmige Entscheidung zu treffen. Laut Empfehlung der Leitlinien kann es bei Männern, die ein Prostatakarzinom mit geringem Risiko aufweisen, häufig sogar ausreichend sein, den Tumor engmaschig zu überwachen (Active Surveillance). Sollte dennoch eine Behandlung notwendig werden, gilt es, den Fokus verstärkt dahin zu lenken optimale Heilungsraten bei minimalen Nebenwirkungen zu erzielen.

Irrtum Nr. 5: Jüngere Patienten sollten besser operiert werden

Das ist schlichtweg falsch: Denn gerade jüngere Männer profitieren von den wesentlichen Vorteilen einer modernen Brachytherapie/Strahlentherapie. Diese sind: Bessere Heilungschancen, eine geringere Inkontinenzrate sowie eine deutlich geringere Impotenzrate. Alles Faktoren, die bei jüngeren und sexuell in der Regel noch aktiveren Männern einen großen Gewinn an Lebensqualität bedeuten. Auch wesentlich geringere Behandlungs- und Ausfallzeiten der Brachytherapie im Vergleich zur OP sind für Männer, die noch im Berufsleben stehen, ein weiterer Pluspunkt.

Irrtum Nr. 6: Männer über 75 sollten nicht mehr behandelt werden

Die Lebenserwartung hängt nicht alleine vom Alter sondern von einer Reihe zusätzlicher Faktoren ab. So spielen chronische Begleiterkrankungen, körperliche Fitness aber auch Eigenständigkeit und geistige Agilität eine wesentliche Rolle dafür, wie viele Jahre ein Patient noch vor sich hat. Viele Senioren stehen auch jenseits der 75 noch mitten im Leben, sind körperlich aktiv, vielseitig interessiert und erfreuen sich guter Gesundheit. Es wäre fatal, hier auf eine effektive Therapie zu verzichten. Deshalb empfiehlt auch die Gesellschaft für Geriatrische Onkologie (SIOG), dass bei gesunden älteren Menschen die gleiche Therapie erfolgen sollte wie bei den jüngeren Prostatakrebs-Patienten. Das Ziel sollte auch hier sein, mögliche durch die Erkrankung auftretende Einschränkungen der Lebensqualität zu vermeiden und das Leben der Patienten zu verlängern.

Irrtum Nr. 7: Beim Einbringen von Mini-Implantaten (Seeds) in die Prostata kommt es zu „Strahlenlücken“

Im Rahmen einer Bestrahlungsplanung wird festgelegt, wie viel Strahlendosis der Tumor bzw. das Organ "verordnet" bekommt. Hierbei spricht man auch von der "organumschließenden Dosis" oder der "Verschreibungsdosis". Die anschließend durchgeführte Seed-Implantation garantiert, dass alle Bereiche der Prostata und des Tumors mindestens diese Strahlenmenge erhalten. "Lücken" entstehen nur bei unerfahrenen Therapeuten und schlechter Therapieplanung. Daher empfiehlt sich immer die Wahl eines erfahrenen Behandlungsteams.

Irrtum Nr. 8: Nach einer Strahlentherapie kann nicht mehr operiert werden

Das Vorurteil nach Bestrahlung könne im Fall eines Rezidivs nicht mehr operiert werden, ist in zweierlei Hinsicht falsch.  Erstens: Verwachsungen des Gewebes durch die Strahlenbehandlung, die als Hinderungsgrund für eine OP gelten, sind heute durch eine gezielte Bestrahlung deutlich geringer und dadurch von einem erfahrenen Operateur gut beherrschbar. Zweitens: Die Wahrscheinlichkeit, dass der Tumor wieder in der Prostata (Lokalrezidiv) auftritt liegt bei weniger als zwei Prozent. 98 Prozent der Rezidive nach Brachytherapie sind keine isolierten Lokalrezidive sondern Absiedelungen in anderen Organen (Fernmetastasen). Eine OP ist in solchen Fällen ohnehin nicht indiziert.

Irrtum Nr. 9: Eine Strahlentherapie der Prostata begünstigt das Auftreten von Blasen- und Darmkrebs

Die Furcht, dass nach erfolgreicher Strahlenbehandlung des Prostatakrebs ein Zweittumor entsteht, sitzt bei vielen Männern tief. Zu Unrecht, wie mittlerweile zahlreiche Studien belegen. So konnte eine amerikanische Kohortenstudie3 zeigen, dass das Risiko nach Bestrahlung der Prostata mittels Brachytherapie als Zweittumor einen Blasen- oder Enddarmkrebs auszubilden geringer ist als nach vollständiger Entfernung der Prostata. Denn neuere und zielgenauere Techniken führen heute dazu, dass bei den meisten Männern Darm und Harnblase kaum noch im Strahlenfeld liegen. Hochmoderne Computertechnik und der Einsatz bildgebender Verfahren machen es möglich, das Zielgebiet millimetergenau zu erfassen und punktgenau zu bestrahlen.

Irrtum Nr. 10: Eine Operation der Prostata mit Hilfe eines Roboters verringert das Risiko von Inkontinenz und Impotenz

Die moderne Roboter-assistierte Operation, die voreingenommen als „schonende“ Behandlungsoption für den Patienten gilt, weist mehr Nebenwirkungen auf als bislang propagiert. So ergab eine Kohortenstudie, dass die „Roboter-Operation“ mit einem er-höhten Auftreten von Spätrisiken wie Impotenz und Inkontinenz einhergeht, die trotz der minimal-invasiven Technik sogar noch stärker ausgeprägt sein kann, als bei dem herkömmlichen OP-Verfahren4. Hinzu kommt, dass Chirurgen, die eine roboter-assistierte Entfernung der Prostata durchführen, über umfangreiche Erfahrung verfügen müssen.

 

Literatur:

1Grimm P, Ignace Billiet I, Bostwick D et al. Comparative analysis of prostate-specific antigen free survival outcomes for patients with low, intermediate and high risk prostate cancer treatment by radical therapy. Results from the Prostate Cancer Results Study Group. BJUI 109, Suppl. 1, 22-29, 2012

2 Barmer GEK Krankenhausreport 2012

3Zelefsky MJ, Pei X, Teslova T, Kuk D, Magsanoc JM, Kollmeier M, Cox B, Zhang Z: Secondary cancers after intensity-modulated radiotherapy, brachytherapy and radical prostatectomy for the treatment of prostate cancer: incidence and cause-specific survival outcomes according to the initial treatment intervention. BJU Int. 2012 Aug 13.

 

4Jim C. Hu, MD, MPH; Xiangmei Gu, MS; Stuart R. Lipsitz, ScD; Michael J. Barry, MD; Anthony V. D’Amico, MD, PhD; Aaron C. Weinberg, MD; Nancy L. Keating, MD, MPH: Comparative Effectiveness of Minimally Invasive vs Open Radical Prostatectomy; JAMA. 2009;302(14):1557-1564.

   

Laser oder klassische Ausschälung der Prostata?

Moderne Laserverfahren haben nicht nur eine geringere Komplikationsrate als die transureththrale Resektion (TURP) sondern führen auch zu einer raschen und deutlichen Verbesserung der Beschwerden. Eine aktuelle Studie belegt nun erstmals, dass die Effektivität der Lasertherapie bei der Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung auch im Langzeitvergleich der klassischen Ausschälung standhält.
Führen bei einer gutartigen Prostatavergrößerung (BPH) Medikamente nicht zum gewünschten Erfolg oder kommt es zu wiederholten Harnwegsinfekten, ist in der Regel ein operativer Eingriff zur Beseitigung der Harnabflussstörung erforderlich. Als Standardverfahren zur operativen Therapie gilt nach wie vor die klassische Ausschälung der Prostata mit einer elektrischen Schlinge (transurethrale Prostataresektion/TURP). Trotz der steten Verbesserung der Technik, können immer noch Komplikationen während oder nach dem Eingriff auftreten, wie etwa eine Verletzung der Blasenwand, eine operationsbedingte Bluttransfusion oder in sehr seltenen Fällen die lebensbedrohliche Einschwemmung von Spülflüssigkeit in den Blutkreislauf (TUR-Syndrom).

Effektives Verdampfen des Prostatagewebes

„Wesentlich schonender, insbesondere in Hinblick auf die noch immer bestehenden Blutungsrisiken durch eine TUR-P sind moderne Laserverfahren, wie die Greenlight-Lasertherapie oder der Diodenlaser“, erläutert Dr. Stephan Neubauer, Urologe im Westdeutschen Prostatazentrum in Köln. Hierbei wird anstelle des elektrischen Stroms überschüssiges Gewebe mittels Laserenergie verdampft. Der Vorteil besteht dabei in der blutungsarmen Operation. Neben dem günstigeren Nebenwirkungsprofil, einer Vermeidung des lebensgefährlichen TUR-Syndroms und eines kürzeren Klinikaufenthalt zeigen Patienten ebenfalls eine deutliche und rasche Linderung ihrer Beschwerden1. Vor allem mit den heute zur Verfügung stehenden leistungsstarken 180-Watt Lasern ist eine effektive Verdampfung des Gewebes möglich. „Hiervon profitieren vor allem Männer mit einer großen Prostata, die früher auf eine offene Operation angewiesen waren“, betont der Kölner Urologe.

Geringe Reoperationsrate auch beim Laserverfahren

Immer wieder kontrovers diskutiert wurde jedoch, ob der therapeutische Effekt der Lasermethode auch über einen langen Zeitraum mit der klassischen Ausschälung vergleichbar ist. Erstmals konnte nun eine aktuelle Multicenterstudie2 an insgesamt 281 Patienten zeigen, dass eine erneute Operation auf Grund einer rezidivierenden Einengung der Harnröhre bei Patienten, die mit einem 180-Watt Laser behandelt wurden, ebenso selten auftritt wie nach klassischer Ausschälung der Prostata. So wurden zwei Jahre nach dem Eingriff 7,6 Prozent der Patienten nach TUR-P und 9 Prozent nach Greenlight-Laser erneut operiert. Statistisch gesehen besteht kein Unterschied hinsichtlich der Reoperationsrate beider Verfahren.2
Der Prostataspezialist favorisiert ganz klar angesichts der vielen Vorteile moderner Laserverfahren zur operativen Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung. Erfahrung u.a. mit dem leistungsstarken 180-Watt Diodenlaser konnte das Team des Westdeutschen in den letzten Jahren bei mehr als 2.400 Patienten sammeln. „Mit einer Nachbeobachtungszeit bis zu 12 Jahren und hervorragenden Ergebnissen “, resümiert der Urologe. Damit zählt das Kölner Zentrum europaweit zu den Einrichtungen mit der höchsten Fallzahl in der Lasertherapie der gutartigen Prostatavergrößerung.

Literatur:
1. Chen J, Wang M, Wang S, Sun P, Zhao Y, Zhang L, Jin X. : 160-Watt Lithium Triboride Laser Vaporization Versus Transurethral Resection of Prostate: A Prospective Nonrandomized Two-center Trial. Urology. 2012 Mar;79(3):650-4.
2. Thomas JA, Tubaro A, Barber N et al.: A Multicenter Randomized Noninferiority Trial Comparing GreenLight-XPS Laser Vaporization of the Prostate and Transurethral Resection of the Prostate for the Treatment of Benign Prostatic Obstruction: Two-yr Outcomes of the GOLIATH Study. Eur Urol. 2016 Jan;69(1):94-102. doi: 10.1016/j.eururo.2015.07.054.

   

Wissenschaftsskandal: Fehlerhafte PSA-Studie behindert Prostatakrebs-Vorsorge

Schon wenige Milliliter Blut reichen aus, um Männer auf ein spezielles Eiweiß zu testen, das ausschließlich von der Prostata produziert wird. Ist der Wert des so genannten Prostata-spezifischen-Antigens (PSA) erhöht, kann dies auf das Vorliegen eines Tumors in der Prostata deuten. Weitere Untersuchungen sind allerdings nötig, um den Krebsverdacht zu bestätigen. „Seit seiner Einführung in den 80er Jahren gilt der PSA-Test neben der Ultraschalluntersuchung der Prostata und dem Abtasten des Organs als wichtigstes Instrument in der Früherkennung von Prostatakrebs“, sagt Dr. Stephan Neubauer, Urologe im Westdeutschen Prostatazentrum in Köln. „Mit seinem Einsatz wurden im Rahmen der urologischen Vorsorgeuntersuchung, die für Männer ab dem 45. Lebensjahr empfohlen wird, sehr viel mehr Prostatakarzinome in einem frühen und damit heilbaren Stadium entdeckt“, betont der Kölner Urologe.

Ob die Bestimmung des PSA-Wertes allerdings tatsächlich zu einer Senkung der Sterblichkeit am Prostatakrebs führt, wurde seit einigen Jahren immer wieder kontrovers diskutiert. Auslöser für die Zweifel an der Aussagekraft des PSA-Tests waren allen voran die Ergebnisse einer groß angelegten amerikanischen Studie zum PSA-Screening (PLCO-Studie1) an mehr als 76000 Patienten. Danach ergab sich kein Überlebensvorteil für die Männer, die sich regelmäßig einem PSA-Test unterzogen im Vergleich zur Kontrollgruppe, bei denen der PSA-Wert über die gesamte Studiendauer von sieben Jahren nicht ermittelt wurde. Angeblich, wie sich jüngst in einer erneuten Überprüfung der Untersuchung herausgestellt hat2. Denn die Studie weist einen fatalen Fehler auf: Ein Großteil der Männer in der Kontrollgruppe unterzogen sich aus eigener Initiative doch einem PSA-Test.

Folgenschwerer Fehler

„ Das ist ein Riesenskandal“, sagt Dr. Neubauer und weist auf die Folgen des schweren Fehlers der Wissenschaftler hin: Nach dem ernüchternden Ergebnis der US-Studie entstanden immer mehr Vorbehalte zur Wirksamkeit des PSA-Tests, die sich in Empfehlungen öffentlicher Institutionen niederschlug. So wurde nicht nur in den USA den Männern vom PSA-Test abgeraten, auch die Berichterstattung in Deutschland führte dazu, dass der Test von weniger Patienten in Anspruch genommen wurde. „Der Verzicht auf den PSA-Test hat fatale Folgen, die sich erst in Zukunft bemerkbar machen“, betont Dr. Neubauer. So gehen Hochrechnungen davon aus, dass der Verzicht auf den PSA-Test bei der urologischen Vorsorge bis 2025 etwa 60 000 amerikanischen Männern das Leben kosten kann.

Das Prostatakarzinom ist mit über 60.000 Neuerkrankungen pro Jahr weiterhin die am häufigsten diagnostizierte Krebserkrankung des Mannes und steht nach Angaben des Robert Koch-Institutes insbesondere bei der Sterblichkeit mit mehr als 12.000 Todesfällen pro Jahr immer noch an dritter Stelle. „Die neuen Erkenntnisse beweisen einmal mehr, dass der PSA-Test nach wie vor das wichtigste Instrument für die Früherkennung von Prostatakrebs ist,“ resümiert Dr. Neubauer. „Ansonsten fallen Männer mit einem aggressiv wachsenden Tumor, der ohne eine entsprechende Therapie zum Tod führen würde, durch das Vorsorgeraster.“

PSA-Test kann Leben retten

Doch wie bei jeder Früherkennungsuntersuchung birgt auch der PSA-Test das Risiko einer „Übertherapie“. Unter Umständen werden Tumoren behandelt, die nie zum Tode geführt hätten. „Umso wichtiger ist der richtige Umgang mit den Ergebnissen“, sagt der Kölner Urologe. Obwohl die interdisziplinäre Leitlinie zur Früherkennung, Diagnose und Therapie von Prostatakrebs klare Empfehlungen gibt, wann und zu welchen Umständen der Test angewandt werden sollte, komme es noch immer vor, dass PSA-Werte falsch interpretiert und vorschnell gehandelt werde, kritisiert Dr. Neubauer. So wird häufig auf Grund von kurzzeitig erhöhten PSA-Werten eine Biopsie veranlasst, anstatt den Verlauf der Werte zunächst zu beobachten.

Der Prostataspezialist fordert zudem einen anderen Umgang mit Tumoren, die durch den PSA-Test entdeckt werden: „Es darf nicht sein, dass ein Patient mit einem erhöhten PSA-Wert automatisch auf dem OP-Tisch landet“, so der Prostataspezialist. Gerade die radikale Prostataoperation, die in Deutschland noch immer die häufigste Behandlung ist, geht zum Teil mit einer hohen Inkontinenz- und Impotenzrate einher. Bei Männern, die ein Prostatakarzinom mit geringem Risiko aufweisen, kann häufig ausreichend sein, den Tumor engmaschig zu überwachen (Active Surveillance). „Sollte dennoch eine Behandlung notwendig werden, gilt es, den Fokus verstärkt dahin zu lenken optimale Heilungsraten bei minimalen Nebenwirkungen zu erzielen, was heute in aller Regel mit modernen Fromen der Brachtyhrapie und Strahlentherapie viel besser erreicht wird als durch die Operation. In jedem Falle sollte jeder betroffenen Patient sich mindestens eine Zweitmeinung einholen, bevor er sich vorschnell für die Entfernung des Organs entscheidet“, betont der Urologe.

Literatur:

2 Shoag JE1, Mittal S1, Hu JC2. Reevaluating PSA Testing Rates in the PLCO Trial. N Engl J Med. 2016 May 5;374(18):1795-6. doi: 10.1056/NEJMc1515131.

   

MRT: Ist die Biopsie überflüssig?

Vor allem Patienten, deren PSA-Werte trotz negativer Biopsie weiterhin steigen und der Krebsverdacht bestehen bleibt, profitieren von der MRT-gestützten Biopsie.

Diagnose ganz ohne Biopsie? Immer wieder wird Patienten mit Verdacht auf Prostatakrebs suggeriert, dass eine Gewebeentnahme heute überflüssig ist. Stattdessen reiche eine Kernspintomographie (MRT) der Prostata aus, um den Krebsverdacht zu bestätigen. „Ein Irrtum, der mitunter fatale Folgen haben kann“, sagt Dr. Pedram Derakhshani, Urologe im Westdeutschen Prostatazentrum: Denn auch in Arealen, die im MRT unauffällig wirken, finden sich in bis zu 30 Prozent der Fälle Prostatakarzinome, so der Kölner Urologe. „Deshalb muss zusätzlich immer auch eine Gewebeentnahme erfolgen“. Besteht also der Verdacht auf Prostatakrebs durch erhöhte PSA-Werte, einem auffälligen Ultraschall- und/oder Tastbefund kann nach wie vor nur eine Biopsie Klarheit schaffen. „Bis heute ist die Prostatabiopsie die einzige Möglichkeit, ein Prostatakarzinom eindeutig zu erkennen und seine Ausbreitung und Bösartigkeit zu bestimmen“, erklärt Derakhshani.

Kombination von MRT und Ultraschall bietet höchste diagnostische Sicherheit

„Um jedoch eine exaktere Einschätzung der Tumorlokalisation zu erhalten, ist es von Vorteil, die Prostata des Patienten vor der eigentlichen Biopsie im MRT zu durchleuchten“. Hierbei entsteht eine Art „Landkarte“, in der tumorverdächtige Areale markiert werden, an der sich derie Urologen bei der Gewebeentnahme punktgenau orientierent. Die eigentliche Biopsie findet dann in einem zweiten Schritt unter Kontrolle eines hochauflösenden, transrektalen Ultraschalls statt. „Durch die Kombination beider diagnostischer Verfahren erhöhen wir die Trefferquote und können dem Patienten so mögliche weitere Biopsien ersparen“, sagt Derakhshani. Wie aktuelle Untersuchungen zeigen, liegt die Erkennungsrate eines Prostatakarzinoms bei einer mit einem 3 Tesla-MRT unterstützten Biopsie nach bereits erfolgter Gewebeentnahme mit 41 Prozent deutlich über den 10 bis 20 Prozent bei einer Biopsie unter transrektalem Ultraschall.

Modernste Bildgebung in der Diagnose des Prostatakarzinoms

Die Genauigkeit des MRT-Befundes, ist jedoch immer auch von der Erfahrung des Un-tersuchers und der technischen Ausstattung abhängig. Für die so genannte MRT-gestützte Biopsie nutzen die Kölner Urologen in Zusammenarbeit mit der Radiologie der KLINIK am RING das derzeit modernste bildgebende Verfahren und kombinieren diese mit der Stanzbiopsie. Während die meisten Einrichtungen über Magnetresonanztomographen mit einer Feldstärke von 1.5 Tesla verfügen, kann die Klinik in Köln mit einem der modernsten, hochauflösenstden MRTs aufwarten, dem 3-Tesla-MRT.

„Damit können wir Prostatakarzinome mit einer deutlich höheren Sensitivität und Spezi-fität erkennen, als dies mit dem standardmäßig eingesetzten transrektalen Ultraschall (TRUS) möglich ist“, freut sich Derakhshani. „Gerade für Patienten, deren PSA-Werte trotz negativer Biopsie weiterhin steigen und der Krebsverdacht bestehen bleibt, ist die MRT-gestützte Biopsie eine sinnvolle und wichtige Erweiterung des diagnostischen Spektrums“, so der Urologe.

   

Dr. Neubauer erneut unter die besten Urologen Deutschlands gewählt.

Dr. Stephan Neubauer wurde von Focus-Online erneut für seine herausragende Qualität als Urologe ausgezeichnet. Gemeinsam mit drei weiteren Kollegen führt der Leiter des Westdeutschen Prostatazentrums in Köln die  Liste bundesweit ausgewiesener Spezialisten für Prostataerkrankungen an. Die Expertenliste wurde in Zusammenarbeit mit dem Ärzteportal "Jameda"erstellt. Ebenfalls als Bester seiner Zunft wurde Dr. Neubauer zuvor im Rahmen einer bundesweiten Umfrage bei ärztlichen Kollegen und Patienten geehrt und ist in der Liste der 500-Top Mediziner Deutschlands an oberer Stelle vertreten. Auch bei einem Ärzteranking der Zeitschrift HÖRZU fiel die Wahl im Fachbereich Urologie auf den Prostataspezialisten.

Als Facharzt für Urologie und spezielle urologische Chirurgie, Gründer des Westdeutschen Prostatazentrums sowie Mitbegründer der Internationalen Prostate Cancer Group (IPG) beschäftigt sich Dr. Stephan Neubauer seit über 20Jahren klinisch und wissenschaftlich mit der Behandlung des Prostatakarzinoms und gilt als Pionier auf dem Gebiet der Brachytherapie in Deutschland. Darüber hinaus verfügt er über umfassende klinische Erfahrungen mit operativen Techniken zur Behandlung der Prostatahyperplasie. Dabei zählt er zu den Vorreitern bei der Anwendung moderner Lasertechniken. Als Autor zahlreicher Publikationen und Kongressbeiträge ist er ein national und international anerkannter Prostata-Experte.

   

NanoKnife: Experimentelles Verfahren ohne Wirksamkeitsnachweis

Die Wirksamkeit der irreversiblen Electroporation (IRE) zur Behandlung des Prostatakarzinoms ist bislang nicht belegt. Das experimentelle Verfahren zerstört Tumorzellen in der Prostata durch elektrischen Strom.

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150 Besucher am 11. Kölner Patiententag PROSTATA

Dass die meisten Männer lieber still bleiben, wenn es um die Prostata geht, davon war vergangenen Freitag im voll besetzten Saal des Maternushaus in Köln nichts zu spüren. Rund 150 Interessierte folgten der Einladung des Westdeutschen Prostatazentrums der KLINIK am RING und informierten sich am 22. November über Vorsorge, Diagnostik und moderne Behandlung gutartiger und bösartiger Prostataerkrankungen. Angeregt durch die Vorträge der Urologen und Strahlentherapeuten nutzten zahlreiche Besucher im Anschluss an die Veranstaltung die Möglichkeit, ihre ganz persönlichen Fragen direkt mit den Ärzten des Westdeutschen Prostatazentrums zu klären.

„Wir wollen mit diesem Tag Betroffenen und Angehörigen die Gelegenheit geben, sich über den aktuellen Stand der Therapie von Prostataerkrankungen zu informieren“, sagt Dr. Stephan Neubauer vom Westdeutschen Prostatazentrum. „Das sehr große Interesse bestärkt uns, auch im nächsten Jahr wieder einen Patiententag PROSTATA durchzuführen.

   

Bessere Lebensqualität nach Brachytherapie

Eine Analyse der Studiendaten von 55.000 Patienten belegt für die Brachytherapie (innere Bestrahlung) weniger Nebenwirkungen, eine größere Patientenzufriedenheit und geringere Kosten.

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Zweittumor seltener nach Brachytherapie als nach OP

Das Risiko nach Bestrahlung der Prostata mittels Brachytherapie als Zweittumor einen Blasen- oder Enddarmkrebs auszubilden ist geringer als nach vollständiger Entfernung der Prostata. Zu diesem Ergebnis kam eine aktuelle US-amerikanische Studie, die jüngst in der renommierten Fachzeitung British Journal of Urology erschienen ist.

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Übertherapie bei Prostatakrebs?

Noch immer werden in Deutschland vorschnell  Männer mit Prostatakrebs operiert, ohne schonende Therapiemöglichkeiten oder auch ein kontrollierte Abwarten (Active Surveillance) als Therapiemöglichkeit zu erwägen.

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Weniger Komplikationen nach Lasertherapie

Aktuelle Metastudie belegt Vorteile für moderne Laserverfahren bei gutartiger Prostatavergrößerung

Trotz möglicher Komplikationen gilt die Ausschälung der Prostata (transurethrale Resektion / TURP) nach wie vor als Standardverfahren zur Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung. Eine aktuelle Metastudie, die kürzlich im Europäischen Journal of Urology publiziert wurde, konnte zeigen, dass die photoselektive Lasertherapie(PVP) im Vergleich zur TURP zu weniger postoperativen Komplikationen führt. „Die herkömmliche Prostataausschälung kann heute in den meisten Fällen durch schonendere Laserverfahren ersetzt werden“, kommentiert Dr. Stephan Neubauer vom Westdeutschen Prostatazentrum in Köln die aktuellen Ergebnisse der bislang größten Vergleichsstudie.
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Prostatakrebs: Gel-Depot schützt vor Strahlenschäden

Noch mehr Sicherheit bei der Bestrahlung von Prostatakrebs bietet neuerdings ein Gel-Depot, ein so genannten Spacer, der als Abstandhalter zwischen Vorderwand des Enddarms (Rektum) und Prostata positioniert wird. Dadurch wird der Enddarm vor gefährlichen Strahlenschäden optimal geschützt. Das Westdeutsche Prostatazentrum in Köln hat nun die ersten Patienten mit dem innovativen System erfolgreich behandelt. Die Ergebnisse präsentierte der Strahlentherapeut Dr. Gregor Spira auf der diesjährigen Tagung der Europäischen Gesellschaft für Radioonkologie (ESTRO) in Barcelona.

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Dr. Neubauer erneut als einer der besten Urologen Deutschlands ausgezeichnet

In einem aktuell publizierten Ärzteranking wurde Dr. Stephan Neubauer, Facharzt für Urologie im Westdeutschen Prostatazentrum, erneut unter die besten Urologen Deutschlands gewählt und führt dieses Jahr die Liste an. Aus Umfragen bei ärztlichen Kollegen und Empfehlungen von Patienten sowie eingehender Internetrecherche ermittelte die Zeitschrift tv14 bundesweit die 500 Top-Mediziner. Bereits vor einem Jahr wurde Dr. Neubauer von der Zeitschrift HÖRZU als einer der besten seiner Zunft ausgezeichnet.

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Prostatakrebs: OP häufig nicht gerechtfertigt

Noch immer wird in Deutschland die Mehrzahl der Patienten mit einem lokalisierten Prostatakarzinom operiert. Dass dieses Vorgehen längst überholt ist, zeigt erneut eine Studie, die jüngst in der renommierten Fachzeitung „European Urology“ erschienen ist. Der Untersuchung zufolge sind Männer mit einem Tumor, der ein geringes Risiko aufweist, oder Männer, die älter sind als 70 Jahre, mit einer OP nicht gut beraten. Im Gegenteil: Die Operation ist zum Teil mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden.

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Laser sicherer als konventionelle Prostata-Ausschälung

Weitaus schonender als die konventionelle Ausschälung (TURP) der Prostata sind moderne Laserverfahren wie die Greenlight-Lasertherapie oder das Diodenlaser Verfahren. Aber auch hinsichtlich der Sicherheit ist die Laserbehandlung der TURP überlegen. Dies konnte eine Studie, die jüngst in der renommierten Fachzeitschrift „Urology“ publiziert wurde, belegen.

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Aktuelle Metastudie: Brachytherapie besser als Radikal-OP

Paradigmenwechsel in der Therapie des lokalisierten Prostatakarzinoms

Wird Prostatakrebs rechtzeitig erkannt, bieten Operation, Brachytherapie und äußere Bestrahlung gleiche Heilungschancen. Da ein direkter Vergleich der Verfahren anhand randomisierter Studien bislang ausblieb, wurde die Operation trotz erheblicher Nebenwirkungen lange Zeit als Therapie der Wahl favorisiert. Eine aktuelle Metastudie, die kürzlich im British Journal of Urology International (BJUI) publiziert wurde, belegt nun erstmals, dass die sogenannte Brachytherapie, allein oder in Kombination mit einer ergänzenden Strahlen- oder Hormontherapie, in allen Krankheitsstadien des lokalisierten Prostatakarzinoms im Vergleich zu einer Radikal-OP mindestens gleichwertig oder sogar besser ist. „Die wissenschaftliche Bestätigung für die hohe Effektivität der Brachytherapie macht ein Umdenken in der Behandlung des lokalisierten Prostatkarzinoms erforderlich“, kommentiert Dr. Stephan Neubauer vom Westdeutschen Prostatazentrum in Köln die aktuellen Ergebnisse der bislang größten Vergleichsstudie. „Die OP als Goldstandard ist damit ein für allemal hinfällig“.

 

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PSA-Bounce spricht für gute Prognose

Aktuelle Studie belegt höhere Überlebenswahrscheinlichkeit bei Patienten mit kurzzeitigem PSA-Anstieg nach Brachytherapie

Patienten, die in den ersten Jahren nach Brachytherapie (innere Bestrahlung) einen PSA-Bounce aufweisen, entwickeln seltener ein Rezidiv und haben insgesamt eine noch bessere Erfolgsrate als Patienten ohne einen kurzzeitigen PSA-Anstieg. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie, die jüngst in einem renommierten Medizinjournal publiziert wurde.

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Erfahrung macht Qualität

Schonende Laserverfahren bei gutartiger Prostatavergrößerung stellen hohe Anforderungen an das Know-how des Operateurs

Seit mehreren Jahren stehen mit der modernen Lasertherapie minimal invasive Verfahren zur Verfügung, mit denen überschüssiges Prostatagewebe schonend und blutungsarm verdampft werden kann. „Allerdings sollte der Operateur über umfassende Erfahrung verfügen“, betont Dr. Stephan Neubauer, Urologe im Westdeutschen Prostatazentrum. Denn nur, wenn der Eingriff von einem Spezialisten durchgeführt wird, sind eine hohe Qualität der Behandlung sowie eine geringe Komplikationsrate gewährleistet.

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Besserung sexueller Funktionsstörungen nach BPH-Therapie

Bei der so genannten benignen Prostatahyperplasie (BPH) wächst das Drüsengewebe der Prostata zunehmend in den Bereich der Harnröhre. Durch die Einengung der Harnröhre nimmt die Stärke des Harnstrahls ab und Restharn verbleibt mitunter in der Blase. Die Folgen sind ständiges Wasserlassen, ein schwacher Harnstrahl und unangenehmes Nachtröpfeln.

 

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Gesunde zum PSA-Test

Großer Nutzen für Männer mit guter Gesundheit
Trotz vieler Befürworter wird der Nutzen des PSA-Tests zur Früherkennung von Prostatakrebs noch immer kontrovers diskutiert. Der Grund: Im Durchschnitt müssen 48 Männer mit einem auffälligen PSA-Befund behandelt werden, um einen Todesfall zu verhindern. Die meisten Männer sterben also meist an anderen Erkrankungen, bevor sie dem Krebsleiden zum Opfer fallen. „Im Umkehrschluss hieße dies, dass Männer mit einem stabilen Gesundheitszustand wesentlich stärker vom Test auf das prostataspezifische Antigen (PSA) profitieren“, erklärt Dr. Pedram Derakhshani, Urologe im Westdeutschen Prostatazentrum in Köln. Dass dem tatsächlich so ist, konnte nun erstmals eine US-amerikanische Studie zeigen, die jüngst im renommierten Journal of Oncology erschienen ist.

 

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Seed-Implantation: Therapieerfolg von der Erfahrung des Ärzteteams abhängig

Moderne Behandlungsverfahren in der Medizin boomen regelrecht in Deutschland. Doch nicht alles, was neu ist, muss auch gut sein. Immer wieder werden Medikamente auf Grund starker Nebenwirkungen vom Markt genommen, vielfach sind behandelnde Ärzte nicht mit modernen Methoden vertraut. Aber gerade bei neuen Therapien hängt der Erfolg von der Erfahrung des Therapeuten ab. Dies zeigt jetzt eine aktuelle Studie des Westdeutschen Prostatazentrums (WPZ) in Köln.

 

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Ultraschall-Elastographie: Treffsicher, schnell und schmerzlos

Für Patienten mit Verdacht auf Prostatakrebs steht nun ein neues Diagnoseinstrument zur Verfügung. Mit der so genannten Echtzeit-Elastographie können Tumore in der Prostata genauer sichtbar gemacht werden. Damit ist nicht nur eine verbesserte Früherkennung möglich, sondern auch eine gezieltere Gewebeentnahme bei Verdacht auf Prostatakrebs.

 

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Internationaler Forschungsverbund gegründet

Hochrangige Experten schließen sich zur „International Prostate Cancer Group“ zusammen

Köln, den 24.1.2007 – Das Westdeutsche Prostatazentrum Köln hat gemeinsam mit dem New York Prostate Institute den Startschuss für die Forschungskooperation International Prostate Cancer Group (IPG) gegeben. Der Zusammenschluss von Prostatakrebs-Spezialisten aus Deutschland und den USA hat zum Ziel durch wissenschaftliche Zusammenarbeit, Informationsaustausch und Patientenberatung die Qualität der Prostatakrebsbehandlung zu optimieren.


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PSA-Test bleibt weiterhin Standard

Fokus auf nebenwirkungsarme Behandlung legen

Auch in Zukunft wird der PSA-Test zur Früherkennung, Prognose und Beurteilung des Therapieverlaufs unverzichtbar sein. Darin sind sich die Experten und die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) einig. „Vielmehr sollte das Augenmerk künftig verstärkt auf eine effektive und trotzdem schonende Behandlung gelegt werden, um schwerwiegende Nebenwirkungen wie Inkontinenz und Impotenz möglichst zu vermeiden“, sagt Dr. Pedram Derakhshani, Urologe im Westdeutschen Prostatazentrum.


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Hormontherapie alleine nicht ausreichend

Internationale Studie belegt längeres Überleben für Männer die zusätzlich zur Hormontherapie auch eine Strahlenbehandlung erhalten

Die Standardtherapie des lokal fortgeschrittenen Prostatakarzinoms mit einer alleinigen Hormontherapie ist überholt. Dies zeigte eindrücklich eine große Intergroup-Studie, die jüngst auf der Jahrestagung der Amerikanischen Gesellschaft für klinische Onkologie (ASCO) in Chicago vorgestellt wurde.

 

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IGRT erhöht Zielgenauigkeit der Strahlentherapie

Lange Zeit galt die Radikal-OP der Prostata als einzige erfolgreiche Behandlungsmethode bei Prostatakrebs. Mittlerweile aber gibt es hochmoderne Verfahren aus der Strahlentherapie. Der Vorteil: Die Bestrahlung des Tumors ist bei gleichen Heilungsraten schonender; Inkontinenz und Impotenz treten deutlich seltener auf als bei der Operation. Als Pionier auf dem Gebiet der Brachytherapie (innere Bestrahlung) hat das Westdeutsche Prostatazentrum (WPZ) sein Spektrum um eine der modernsten Strahlentherapieanlagen in Europa erweitert. Am 1. September 2009 eröffneten die Strahlentherapeuten des WPZ, Dr. Gregor Spira und Dr. Carsten Weise eine neue große Abteilung im onkologischen Therapiezentrum rechtsvomrhein in Köln. Auf einer Fläche von 1000 qm, in einem von Licht durchfluteten Neubau, werden Patienten mit modernster High-Tech punktgenau und sicher bestrahlt.

 

 

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Leitlinien bestätigen: Weniger Impotenz und Inkontinenz nach Seed-Implantation als nach OP

 

Was bereits zahlreiche internationale Studien1 belegt haben, wurde nun von den führenden Experten bestätigt: Prostatakrebs-Patienten, die eine Brachytherapie (innere Bestrahlung) erhalten, leiden nach der Behandlung deutlich seltener unter Beeinträchtigungen ihrer Potenz. Auch die Harninkontinenz, die nach der radikalen Entfernung der Prostata bei bis zu 50 Prozent2 liegt, ist mit 0,3 bis 3 Prozent nach Seed-Implantation verschwindend gering und tritt eigentlich nur nach vorangegangener transurethraler Prostataresektion (TURP) auf.

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Mehr Nebenwirkungen nach Roboter-OP

Die moderne robotor-assistierte Operation, die voreingenommen als „schonende“ Behandlungsoption für den Patienten gilt, weist mehr Nebenwirkungen auf als bislang propagiert. So ergab jüngst eine Kohortenstudie1 im US-amerikanischen Ärzteblatt, dass die „Roboter-Operation“ mit einem erhöhten Auftreten von Spätrisiken wie Impotenz und Inkontinenz einhergeht, die trotz der minimal-invasiven Technik sogar noch stärker ausgeprägt ist, als bei dem herkömmlich OP-Verfahren. So steigt laut Studienergebnis die Inkontinenzrate nach der robotor-assistierten OP um 24 und die erektile Dysfunktion um 29 Prozent.

 

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Laserbehandlung jetzt auch bei großen Drüsen

 

Als erstes Zentrum in Deutschland verfügt das Westdeutsche Prostatazentrum neben dem bewährten Greenlight-Laser über einen modernen High-Power Diodenlaser. Mit einer Leistung von 180 Watt ist der Laser nun auch in der Lage Vorstehdrüsen mit einem Gewicht von über 100 Gramm zu behandeln. „Bislang musste bei solche Patienten das überschüssige Prostatagewebes durch eine mit hohem Blutverlust einhergehende offene Prostataoperation entfernt werden“, erklärt Dr. Stephan Neubauer, Urologe im WPZ. Gerade Patienten mit Herz-Kreislauferkrankungen und erhöhter Blutungsneigung profitieren nun von dem innovativen Hochleistungslaser.

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Risiko für Harnwegsinfekte bei vergrößerter Prostata

Ständiges Wasserlassen, ein schwacher Harnstrahl und unangenehmes Nachtröpfeln - was für viele Männer zum Alptraum wird, ist meist auf eine gutartige Vergrößerung der Prostata zurückzuführen. Sie trifft fast jeden zweiten Mann über 50 und sogar jeden 80-Jährigen. Beim so genannten benignen Prostatasyndrom (BPS) wächst das Drüsenge-webe der Prostata in den Bereich der Harnröhre. Die Entleerung der Blase wird dadurch behindert und die Harnröhre zunehmend eingeengt, was wiederum zu Problemen beim Wasserlassen führt.

 

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Dr. Neubauer unter den sieben besten Urologen Deutschlands

Dr. Stephan Neubauer, Facharzt für Urologie im Westdeutschen Prostatazentrum,  wurde in die Liste der “150 besten Ärzte Deutschlands” aufgenommen, die von der Zeitschrift HÖRZU veröffentlich wurde. Die Wahl fiel im Fachbereich Urologie neben sechs weiteren Urologen auf Dr. Neubauer, der sich  seit über 15 Jahren klinisch und wissenschaftlich mit der Behandlung des Prostatakarzinoms beschäftigt und als Pionier auf dem Gebiet der Brachytherapie in Deutschland gilt. Darüber hinaus verfügt er über umfassende klinische Erfahrungen mit operativen Techniken zur Behandlung der Prostatahyperplasie. Dabei zählt er zu den Vorreitern bei der Anwendung moderner Lasertechniken.

   

PSA-Test halbiert Sterblichkeit

Aktuelle schwedische Studie mit 20.000 Teilnehmern überzeugt vom Nutzen des PSA-Tests

Trotz seiner Erfolgsgeschichte seit der routinemäßigen Einführung Anfang der 80er Jahre wird der PSA-Test zur Früherkennung von Prostatakrebs mehr denn je kritisch diskutiert. Den Anlass dazu gaben zwei Studien, die letztes Jahr in der Zeitschrift „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht wurden. Während die europäische Studie nachgewiesen hat, dass sich die Sterblichkeit bei Männern, deren Blut auf das Prostata-spzifische Antigen (PSA) untersucht wurde, um 20 Prozent verringert, konnte die amerikanische Studie keinen signifikanten Unterschied zwischen getesteten und nicht-getesteten Männern feststellen.

 

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Der Einsatz von HIFU und Kryotherapie ist derzeit nicht gerechtfertigt

HIFU (Hochintensiver Fokussierter Ultraschall), sowie die Kryotherapie sind keine adäquaten Behandlungsalternativen in der Therapie des lokal begrenzten Prosta-takarzinoms, heißt es in der neuen Prostatakarzinom–Leitlinie, die jüngst von der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) vorgestellt wurde. Bislang liegen keine Studiendaten vor, die den Einsatz der beiden Behandlungsmethoden rechtfertigen, so der Konsens der Experten.

 

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Enttäuschende Ergebnisse für HiFU

HIFU (Hochintensiver Fokussierter Ultraschall) ist keine adäquate Behandlungsalternative in der Therapie des lokal begrenzten Prostatakarzinoms, heißt es in den S3-Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU). Eine aktuelle Studie des renommierten British Journal of Urology konnte jetzt zeigen, dass 80 Prozent der mit HiFU behandelten Männer nach fünf Jahren ein biochemisches Rezidiv aufwiesen. Entsprechend galten nur 20 Prozent als geheilt.

 

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Prostatakrebs: Senioren über 70 häufig untertherapiert

Die Diagnose Prostatakrebs bedeutet heute längst kein Todesurteil mehr. Wird die Erkrankung mittels PSA-Test, Ultraschall und Abtasten rechtzeitig entdeckt, ist sie in vielen Fällen heilbar. Obwohl Prostatakrebs gerade im höheren Lebensalter weit verbreitet ist, fallen Männer mit Vollendung des 70ten Lebensjahres regelmäßig aus dem Vorsorgeraster. Auch die Entscheidung, ob der Patient eine Therapie erhält oder nicht, wird häufig zu stark auf Basis des Alters der Patienten getroffen, „Zu Unrecht“, meint Dr. Stephan Neubauer, Urologe im Westdeutschen Prostatazentrum.

 

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Dauerhafte Inkontinenz nach Radikal-OP

Noch immer werden Männer vor einer Prostata-OP über Harninkontinenz als Spätfolge des Eingriffs nicht umfassend aufgeklärt. Dabei trifft der unfreiwillige Verlust von Urin trotz nervenschonender Operationstechniken viele Männer. Wie die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) in den aktuelle Leitlinien zur Behandlung des Prostatakarzinoms veröffentlichte, kann im Höchstfall jeder zweite Patient nach der Radikal-OP den Urin nicht mehr halten. Nicht wenige der operierten Männer leiden dauerhaft an einer Harninkontinenz und sind lebenslänglich auf Windeln und Vorlagen angewiesen.

 

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Behandeln oder Abwarten?

Klinische Studie prüft das Konzept der „Aktiven Überwachung“ als alternative Therapieoption

Dank verfeinerter Untersuchungsmethoden werden immer mehr Prostatakarzinome im Frühstadium entdeckt. Gleichzeitig wächst die Unsicherheit, ob tatsächlich alle diagnostizierten Tumore einer invasiven Therapie, wie der Radikal-OP, bedürfen. Alternativ können Patienten, die ein Prostatakarzinom mit geringem Risiko aufweisen, engmaschig überwacht werden. Ob das Konzept der „Active Surveillance“ tatsächlich aufgeht, ist derzeit Gegenstand einer großen internationalen Studie.

 

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Mehr Lebensqualität nach Brachytherapie

Leitlinien bestätigen: Weniger Impotenz und Inkontinenz nach Seed-Implantation als nach OP

Köln 24. Februar 2010 - Was bereits zahlreiche internationale Studien belegt haben, wurde nun von führenden Experten bestätigt: Prostatakrebs-Patienten, die eine Brachytherapie (innere Bestrahlung) erhalten, leiden nach der Behandlung deutlich seltener unter Beeinträchtigungen ihrer Potenz und Harninkontinenz.

 

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